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Ratgeber

Haarausfall und dünner werdendes Haar

Haare im Abfluss beunruhigen schnell. Ein Teil davon ist völlig normal, ein Teil hat Ursachen, die keine Pflege behebt. Diese Einordnung hilft dir zu entscheiden, was du selbst tun kannst.

Wie viel Verlust normal ist

Zwischen 70 und 100 Haare am Tag zu verlieren, ist normal. Jedes Haar durchläuft einen Zyklus aus Wachstum, Übergang und Ruhe, und am Ende fällt es aus, damit ein neues nachwachsen kann. Wer nur alle drei Tage wäscht, findet entsprechend die Haare von drei Tagen im Abfluss, das wirkt dramatischer, als es ist.

Auffällig wird es, wenn deutlich mehr ausfällt, wenn der Scheitel breiter wird oder wenn der Zopf spürbar dünner ist als vor einem Jahr.

Die häufigsten Ursachen

Woran es liegen kann
UrsacheTypisches MusterWas hilft
Nach Krankheit, Diät oder Geburtdiffus, 2 bis 4 Monate späterwächst meist von selbst nach
Eisen- oder Vitaminmangeldiffus, langsam zunehmendBlutbild und gezielt ausgleichen
Schilddrüsediffus, oft mit anderen Symptomenärztlich abklären
Erblich bedingtGeheimratsecken, breiter Scheitelmedizinische Wirkstoffe, keine Pflege
Zu straffe Frisurenan den Schläfen, entlang des ZugsFrisur ändern, solange es früh ist

Was Pflege leisten kann

Ehrlich gesagt: Sie kann kein Haar zurückholen, das ausgefallen ist, und sie kann erblich bedingten Haarausfall nicht aufhalten. Was sie kann, ist das vorhandene Haar in besserem Zustand halten, damit weniger davon abbricht, und die Kopfhaut in einem Zustand halten, in dem Haare gut wachsen.

  • Milde Reinigung, damit die Kopfhaut nicht dauerhaft gereizt ist.
  • Keine straffen Zöpfe und keine heißen Glätteisen auf dünnem Haar.
  • Beim Auskämmen von den Spitzen nach oben arbeiten, nie von oben durchreißen.
  • Kopfhautlotionen mit durchblutungsfördernden Wirkstoffen können unterstützen, brauchen aber Monate und wirken nicht bei jedem.
Was Pflege nicht kann

Kein Shampoo lässt Haare nachwachsen. Wenn ein Produkt das verspricht, ist das ein Grund, es nicht zu kaufen. Bei erblich bedingtem Haarausfall gibt es wirksame medizinische Mittel, die aber eine ärztliche Beratung brauchen.

Wann du ärztlich abklären lassen solltest

Bei plötzlichem, starkem Verlust, bei kahlen runden Stellen, wenn die Kopfhaut entzündet ist oder wenn der Verlust länger als drei Monate anhält. Ein Blutbild klärt Eisen, Ferritin, Vitamin D und Schilddrüsenwerte, und genau dort liegt bei Frauen sehr häufig die Ursache.

Die drei Monate sind übrigens wichtig: Zwischen Auslöser und sichtbarem Ausfall liegen meist zwei bis vier Monate. Wer heute mehr Haare verliert, sucht den Grund im Frühjahr, nicht in dieser Woche.

Was dein Haar sonst braucht, steht in Haartyp bestimmen. Produkte für Kopfhaut und Haar findest du unter Haarpflege.

Häufige Fragen

Ist Haarausfall im Herbst normal?

Ja, viele Menschen verlieren im Herbst mehr Haare als sonst. Das ist ein saisonaler Effekt und legt sich meist nach einigen Wochen von selbst.

Helfen Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall?

Nur wenn tatsächlich ein Mangel besteht. Bei ausreichender Versorgung bringt zusätzliches Biotin oder Zink nichts. Deshalb steht das Blutbild vor der Kapsel.

Kann häufiges Waschen Haarausfall verursachen?

Nein. Die Haare, die beim Waschen ausgehen, wären ohnehin ausgefallen. Wer seltener wäscht, sammelt sie nur länger an.

Passende Produkte dazu

Diese drei werden zum Thema am häufigsten gekauft. Wenn du unsicher bist, ob eines davon zu dir passt, frag mich vorher.

Möchtest du deine passende Pflege leichter finden? Starte die Hautanalyse oder stöbere durch alle Produkte.

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Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im August 2026

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