Ratgeber
Welche Pflege passt zu trockener Haut?
Trockene Haut spannt, wirkt matt und fühlt sich manchmal rau an. Mit der richtigen, ruhigen Pflege bekommst du sie gut in den Griff, ohne einen Schrank voller Produkte.

Trockener Haut fehlt beides: Fett und Feuchtigkeit. Setze deshalb auf milde Reinigung, ein feuchtigkeitsspendendes Serum und eine reichhaltige Creme, abends gern ergänzt durch ein Gesichtsöl. Meide heißes Wasser und scharfe, stark schäumende Reiniger, weil sie zusätzlich entfetten. Regelmäßigkeit bringt hier mehr als jedes einzelne Wunderprodukt.
Was trockener Haut wirklich fehlt
Trockene Haut ist kein Zeichen von zu wenig Wasser trinken allein. Meist fehlt ihr zweierlei: Fett, das die Hautbarriere geschmeidig hält, und Feuchtigkeit, die sie prall wirken lässt. Deshalb reicht es selten, nur eine fettige Creme aufzutragen. Am besten kombinierst du Feuchtigkeit und pflegende, rückfettende Anteile, damit die Haut beides bekommt und die Feuchtigkeit auch gehalten wird.
Die passende Routine
Trockene Haut mag Ruhe und Aufbau statt starker Wirkstoffe. Eine einfache, verlässliche Routine sieht so aus:
- Mild reinigen. Ein sanfter, nicht stark schäumender Reiniger, morgens und abends. Kein heißes Wasser.
- Feuchtigkeit geben. Ein feuchtigkeitsspendendes Serum auf die noch leicht feuchte Haut auftragen.
- Reichhaltig eincremen. Eine nährende Feuchtigkeitscreme schließt die Pflege ein und lindert das Spannen.
- Abends versiegeln. Bei Bedarf ein paar Tropfen Gesichtsöl als letzter Schritt, damit die Feuchtigkeit über Nacht bleibt.

Was du besser meidest
Genauso wichtig wie das Richtige ist, das Falsche wegzulassen. Trockene Haut reagiert dankbar, wenn du ein paar Dinge vermeidest: langes, heißes Duschen und Waschen, das die Haut zusätzlich entfettet, scharfe, stark schäumende Reiniger, häufiges Peelen und aggressive Wirkstoffe in zu hoher Dosis. Auch trockene Heizungsluft im Winter macht der Haut zu schaffen, hier hilft es, die Pflege dann etwas reichhaltiger zu wählen.
Trag die Creme auf die noch leicht feuchte Haut auf, direkt nach dem Reinigen, bevor du dich abtrocknest. So schließt du die vorhandene Feuchtigkeit ein, statt sie verdunsten zu lassen. Ein kleiner Handgriff mit spürbarem Unterschied.
Welche reichhaltige Pflege zu dir passt, zeigt dir die Kollektion, und die Hautanalyse grenzt in wenigen Fragen ein, was deine Haut gerade braucht. Den richtigen Aufbau erklärt der Ratgeber Reihenfolge der Pflege.
Häufige Fragen
Warum spannt meine Haut trotz Eincremen?
Oft fehlt der Haut nicht nur Fett, sondern auch Feuchtigkeit. Ein feuchtigkeitsspendendes Serum unter der Creme und das Eincremen auf noch leicht feuchte Haut helfen häufig spürbar.
Hilft mehr trinken gegen trockene Haut?
Ausreichend trinken ist grundsätzlich gut, löst trockene Haut aber selten allein. Entscheidend ist die äußere Pflege, die Fett und Feuchtigkeit gibt und beides hält.
Ist ein Gesichtsöl bei trockener Haut sinnvoll?
Ja, oft ist es eine schöne Ergänzung. Als letzter Schritt am Abend versiegelt es die Feuchtigkeit. Am besten wirkt es über einer Creme, nicht statt ihr.
Wie oft darf ich trockene Haut peelen?
Eher selten und sanft. Zu häufiges Peelen reizt und trocknet zusätzlich aus. Ein mildes Peeling alle ein bis zwei Wochen genügt den meisten.
Warum ist meine Haut im Winter trockener?
Kälte draußen und trockene Heizungsluft drinnen entziehen der Haut Feuchtigkeit. In der kalten Jahreszeit darf die Pflege ruhig reichhaltiger sein.
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Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im Juli 2026