Ratgeber
Wie finde ich meinen Hauttyp?
Die richtige Pflege beginnt beim Hauttyp. Mit einem einfachen Test und etwas Beobachtung findest du in wenigen Minuten heraus, wohin deine Haut tendiert.

Reinige dein Gesicht mild, trage danach nichts auf und schau nach etwa 30 Minuten in den Spiegel. Spannt die Haut, ist sie eher trocken. Glänzt die ganze Fläche, eher fettig. Glänzt nur die T-Zone bei trockeneren Wangen, ist es Mischhaut. Reagiert sie schnell mit Rötung, ist sie empfindlich. Dein Typ kann sich mit Jahreszeit und Alter ändern, deshalb lohnt sich der Blick ab und zu neu.
Die fünf gängigen Hauttypen
Die meisten Menschen lassen sich einem von fünf Typen zuordnen. Es geht dabei nicht um eine strenge Schublade, sondern um eine Tendenz, an der du deine Pflege ausrichten kannst.
- Normale Haut wirkt ausgeglichen, weder stark fettend noch spannend, mit feinen Poren und einem gleichmäßigen Bild.
- Trockene Haut spannt vor allem nach dem Reinigen, wirkt matt und neigt zu feinen Schüppchen.
- Fettige Haut glänzt besonders in der T-Zone aus Stirn, Nase und Kinn und hat oft größere Poren.
- Mischhaut vereint beides: eine fettige T-Zone und trockenere, manchmal spannende Wangen.
- Empfindliche Haut ist kein eigener Fetttyp, sondern eine Eigenschaft. Sie reagiert schnell mit Rötung, Brennen oder Spannen und kann jeden Typ begleiten.
Der einfache Selbsttest
Diesen Test kannst du jederzeit zu Hause machen. Er kostet nichts außer einer halben Stunde Geduld und sagt mehr aus als jede Vermutung.
- Mild reinigen. Wasche dein Gesicht abends mit einem sanften Reiniger und tupfe es trocken.
- Nichts auftragen. Lass die Haut anschließend in Ruhe, keine Creme, kein Serum, kein Öl.
- 30 Minuten warten. In dieser Zeit zeigt die Haut von selbst, wie sie sich verhält.
- In den Spiegel schauen. Spannt alles, glänzt alles, oder nur einzelne Zonen? Daraus ergibt sich dein Typ.

Warum sich dein Hauttyp verändern kann
Haut ist nicht in Stein gemeißelt. Im Winter mit trockener Heizungsluft spannt sie oft mehr, im Sommer glänzt sie eher. Auch Hormone, Klima, Ernährung und das Alter spielen mit. Viele Menschen werden mit den Jahren tendenziell trockener. Genau deshalb lohnt es sich, den kurzen Test ein- bis zweimal im Jahr zu wiederholen, statt sich einmal festzulegen und dann jahrelang dieselbe Routine zu fahren, obwohl die Haut längst etwas anderes braucht.
Häufige Fehler beim Einordnen
- Direkt nach dem Waschen urteilen. Frisch gereinigt spannt fast jede Haut kurz. Warte die 30 Minuten ab.
- Trocken mit empfindlich verwechseln. Trockener Haut fehlt Fett und Feuchtigkeit. Empfindliche Haut reagiert gereizt, kann aber gut versorgt sein.
- Feuchtigkeitsmangel für einen festen Typ halten. Auch fettige Haut kann Feuchtigkeit vermissen und dann gleichzeitig glänzen und spannen.
Notiere dir das Ergebnis mit Datum. Wenn du in ein paar Monaten unsicher wirst, ob deine Pflege noch passt, hast du einen ehrlichen Vergleichspunkt statt eines Bauchgefühls.
Wenn du deinen Typ kennst, ist der nächste Schritt die passende Reihenfolge der Pflege. Magst du es lieber geführt, macht die Hautanalyse die Einordnung mit dir und schlägt dir direkt eine Routine aus der Kollektion vor.
Häufige Fragen
Kann sich mein Hauttyp ändern?
Ja. Hormone, Jahreszeit, Klima und Alter beeinflussen die Haut. Es lohnt sich, den Test ab und zu neu zu machen, weil sich die passende Pflege mit der Zeit verschieben kann.
Was ist der Unterschied zwischen trockener und empfindlicher Haut?
Trockener Haut fehlt es an Fett und Feuchtigkeit, sie spannt und schuppt. Empfindliche Haut reagiert schnell gereizt, kann aber jeden Hauttyp betreffen, auch fettige.
Kann ich fettige und trockene Haut gleichzeitig haben?
Ja, das nennt man Mischhaut: eine fettige T-Zone und trockenere Wangen. Außerdem kann jede Haut zusätzlich Feuchtigkeit vermissen, auch die fettige.
Wie oft sollte ich meinen Hauttyp prüfen?
Ein- bis zweimal im Jahr reicht meist, gern zum Wechsel der Jahreszeit. So merkst du, wenn deine Haut mehr oder weniger braucht.
Brauche ich für den Test besondere Produkte?
Nein. Ein milder Reiniger genügt. Wichtig ist nur, danach nichts aufzutragen und die halbe Stunde abzuwarten.
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Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im Juli 2026