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Körperpeeling: wie oft und wie sanft?

Ein Peeling macht die Haut sofort glatter, und genau das verführt dazu, es zu häufig zu machen. Die Grenze zwischen sinnvoll und schädlich liegt näher, als die meisten denken.

Eine Glasschale mit grobem ölglänzendem Zuckerpeeling steht auf dunklem Holz, die Kristalle funkeln im harten Licht
Einmal die Woche genügt, zweimal ist schon oft zu viel.

Was ein Peeling macht

Die Haut erneuert sich ständig und schiebt abgestorbene Zellen nach außen. Normalerweise lösen sie sich unbemerkt. Mit dem Alter, bei trockener Haut und im Winter geht das langsamer, die Zellen bleiben liegen und die Oberfläche wirkt rau und fahl.

Ein Peeling beschleunigt diesen Abtransport. Das Ergebnis ist eine glattere Haut, die Pflege besser aufnimmt. Der Preis: Wer zu oft peelt, entfernt auch Zellen, die noch gebraucht werden, und schwächt die Barriere.

Makroaufnahme grober ölüberzogener Zuckerkristalle mit goldenen Glanzlichtern
Grobe Körnung braucht wenig Druck, sonst reizt sie.

Die drei Arten

Welches Peeling für welche Haut
ArtWirkt überPasst zuHäufigkeit
Salzgrobe Körner, stark abrasivrobuster Haut, Füßen, Ellenbogenalle 1 bis 2 Wochen
Zuckerfeinere, rundere Körnernormaler Körperhaut1x pro Woche
Säure (AHA)löst chemisch die Zellverbindungentrockener, empfindlicher Haut, Rücken1x pro Woche

Bei empfindlicher oder trockener Haut ist ein chemisches Peeling oft schonender als ein mechanisches, weil kein Reibedruck entsteht.

Wie du richtig peelst

  • Auf feuchte Haut auftragen, nicht auf trockene.
  • In kreisenden Bewegungen, aber ohne Druck. Die Körner machen die Arbeit, nicht die Hand.
  • Nicht über Rasurstellen am selben Tag.
  • Gründlich abspülen und sofort eincremen.
  • Nicht auf gereizter, sonnenverbrannter oder verletzter Haut.
Vor der Selbstbräunung

Ein Peeling am Vortag ist die wichtigste Vorbereitung für gleichmäßige Selbstbräune. Wo alte Hautschüppchen liegen, setzt sich das Produkt stärker ab und es entstehen Flecken. Am selben Tag peelen ist allerdings zu viel, die Haut braucht Zeit.

Woran du merkst, dass es zu viel war

Die Haut fühlt sich nach dem Peeling nicht glatt, sondern gespannt an. Sie rötet sich und bleibt es. Pflegeprodukte, die sonst gut waren, brennen plötzlich. Und paradoxerweise wirkt die Haut trockener als vorher, obwohl das Peeling die Trockenheit beheben sollte.

Dann gilt: zwei Wochen Pause, nur milde Reinigung und reichhaltige Pflege.

Wo Peeling besonders hilft

An Ellenbogen, Knien und Fersen, wo sich Verhornungen sammeln. Am Rücken bei Unreinheiten, dort ist ein Säurepeeling praktischer als mechanisches Schrubben. Und an den Oberschenkeln bei Keratosis pilaris, den kleinen rauen Pünktchen, die viele als Reibeisenhaut kennen: Hier hilft regelmäßiges sanftes Peeling in Kombination mit Urea-Creme deutlich besser als jedes von beiden allein.

Mehr zur Grundpflege steht in Körperpflege-Routine, zu Unreinheiten am Rücken in Unreinheiten an Rücken und Dekolleté.

Häufige Fragen

Kann ich mein Gesichtspeeling am Körper benutzen?

Ja, es ist nur meist zu fein und zu teuer für die Fläche. Umgekehrt sind Körperpeelings fürs Gesicht in der Regel zu grob.

Hilft Peeling gegen Cellulite?

Es regt kurzfristig die Durchblutung an und die Haut wirkt glatter. An der Bindegewebsstruktur ändert es nichts.

Darf ich vor dem Rasieren peelen?

Ja, das befreit eingewachsene Härchen. Direkt nach dem Rasieren ist es dagegen zu viel für die Haut.

Passende Produkte dazu

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Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im August 2026

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