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Komedogene Öle: welche Öle Poren verstopfen können

Wer nach dem Umstieg auf Gesichtsöl plötzlich mehr Unreinheiten bekommt, hat meist nicht die falsche Idee gehabt, sondern das falsche Öl gewählt.

Drei Glasfläschchen mit unterschiedlich dickflüssigen Pflanzenölen leuchten im Gegenlicht auf dunklem Holz
Nicht das Öl an sich ist das Problem, sondern die Wahl.

Was komedogen bedeutet

Ein Komedo ist ein Mitesser. Komedogen heißt also: begünstigt verstopfte Poren. Öle unterscheiden sich darin erheblich, und der Grund liegt in ihrer Zusammensetzung und Molekülgröße. Schwere, ölsäurereiche Öle bleiben eher auf der Oberfläche liegen und können die Porenöffnung abdecken.

Makroaufnahme eines schweren zähen Öltropfens an einem Glasrand im Gegenlicht
Je schwerer das Öl, desto eher verstopft es empfindliche Poren.

Die Skala und ihre Grenzen

Verbreitet ist eine Skala von 0 bis 5, wobei 0 als nicht komedogen und 5 als stark komedogen gilt. Diese Werte stammen allerdings überwiegend aus alten Tierversuchen am Kaninchenohr und lassen sich nicht eins zu eins auf menschliche Haut übertragen.

Sie taugen als grobe Orientierung, nicht als Gesetz. Die verlässlichere Methode ist der Selbsttest: ein Öl über vier Wochen an einer kleinen Partie testen und beobachten.

Grobe Einordnung gängiger Öle
Eher unproblematischMit VorsichtBei unreiner Haut meiden
JojobaMandelKokos
TraubenkernOliveWeizenkeim
HagebuttenkernAvocadoKakaobutter
Sonnenblume (raffiniert)SheabutterLeinsamen
SqualanArgan

Warum Kokosöl so oft Ärger macht

Kokosöl besteht überwiegend aus gesättigten Fettsäuren und ist bei Raumtemperatur fest. Auf der Haut bildet es einen sehr dichten Film. Für Haarlängen und trockene Körperstellen ist das gut, im Gesicht führt es bei vielen zu verstopften Poren.

Das ist kein Widerspruch zu seinem guten Ruf: Es ist ein hervorragendes Öl, nur nicht für jede Anwendung.

So testest du sicher

Trag das neue Öl vier Wochen lang nur auf einer Gesichtshälfte auf, abends. Wenn dort mehr Unreinheiten entstehen als auf der anderen, hast du deine Antwort. Vier Wochen deshalb, weil ein Komedo Zeit braucht, bis er sichtbar wird.

Es hängt nicht nur am Öl

Ob ein Öl bei dir Probleme macht, hängt von deiner Talgproduktion, deiner Verhornung und der Menge ab. Dasselbe Öl kann bei trockener Haut hervorragend funktionieren und bei fettiger Unreinheiten auslösen. Und drei Tropfen verhalten sich anders als ein großzügiger Guss.

Welches Öl grundsätzlich zu welcher Haut passt, steht in Pflanzenöle in der Hautpflege. Wenn Unreinheiten dein Hauptthema sind, hilft Pflege bei unreiner Haut.

Häufige Fragen

Sind alle Öle bei Akne tabu?

Nein. Leichte, linolsäurereiche Öle wie Traubenkern werden oft gut vertragen und wirken sogar entzündungshemmend. Schwere Öle sind das Problem, nicht die Kategorie.

Wie zuverlässig ist die Komedogenitäts-Skala?

Als grobe Orientierung brauchbar, als Beweis nicht. Die Werte stammen aus Tierversuchen und mit unverdünnten Ölen, was der realen Anwendung nicht entspricht.

Was ist Squalan?

Ein sehr leichtes, hautähnliches Öl, das heute meist aus Oliven oder Zuckerrohr gewonnen wird. Es gilt als eines der verträglichsten Öle überhaupt.

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Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im August 2026

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