AURÉA

Ratgeber

Trägeröl wählen und ätherische Öle richtig verdünnen

Ätherische Öle sind Konzentrate. Für einen einzigen Tropfen Rosenöl braucht es dutzende Blüten. Genau deshalb gehören sie verdünnt, und das Trägeröl ist dabei mehr als ein Streckmittel.

Ein dunkles Glasfläschchen, eine Pipette und ein Messglas mit goldenem Trägeröl auf dunklem Holz im Gegenlicht
Ätherische Öle gehören verdünnt, immer.

Warum verdünnt werden muss

Ätherische Öle sind bis zu hundertfach konzentrierter als die Pflanze, aus der sie stammen. Unverdünnt können sie Rötungen, Verätzungen und Sensibilisierungen auslösen. Letzteres ist besonders tückisch: Die Haut reagiert beim ersten Mal nicht, entwickelt aber eine Allergie, die dauerhaft bleibt.

Das Trägeröl verteilt den Wirkstoff, verlangsamt die Aufnahme und bringt eigene pflegende Eigenschaften mit.

Makroaufnahme eines Tropfens, der in goldenes Trägeröl fällt und einen Ring bildet
Erst das Trägeröl, dann tropfenweise das ätherische Öl dazu.

Die Verdünnungstabelle

Wie viele Tropfen auf 30 ml Trägeröl
KonzentrationTropfen auf 30 mlWofür
0,5 Prozent3 TropfenKinder ab 6, sehr empfindliche Haut
1 Prozent6 TropfenGesicht, tägliche Anwendung, Ältere
2 Prozent12 TropfenKörper, Massage, Normalfall
3 Prozent18 Tropfenkurzzeitig, gezielt auf kleiner Fläche
5 Prozent30 Tropfennur punktuell und zeitlich begrenzt

Für den Alltag gilt: Ein Prozent im Gesicht, zwei Prozent am Körper. Mehr ist selten nötig und erhöht vor allem das Risiko.

Welches Trägeröl

Jojoba ist der Allrounder: sehr haltbar, hautähnlich, zieht gut ein und wird von fast jeder Haut vertragen. Mandelöl ist mild und angenehm für Massagen, aber ein Allergen bei Nussallergie. Traubenkernöl ist leicht und gut für fettige Haut. Sesamöl ist schwer und wärmend, traditionell in der Ayurveda-Massage.

Für die Gesichtsanwendung lohnt der Blick auf die Komedogenität, siehe Komedogene Öle. Die ausführliche Übersicht steht in Pflanzenöle in der Hautpflege.

Anmischen und beschriften

Misch kleine Mengen an, etwa 30 Milliliter, und beschrifte die Flasche mit Inhalt und Datum. Mischungen mit ätherischen Ölen halten etwa drei bis sechs Monate, je nach Trägeröl. Dunkle Glasflaschen schützen vor Licht, Plastik ist ungeeignet, weil manche ätherischen Öle es angreifen.

Der Verträglichkeitstest

Vor der ersten großflächigen Anwendung: einen Tropfen der fertigen Mischung in die Ellenbeuge geben und 24 Stunden beobachten. Rötung, Juckreiz oder Bläschen bedeuten, dass diese Mischung nicht für dich ist.

Sonne und Zitrusöle

Bergamotte, Zitrone, Limette und andere kaltgepresste Zitrusöle machen die Haut lichtempfindlich. Nach dem Auftragen mindestens zwölf Stunden keine direkte Sonne auf die behandelte Stelle, sonst drohen bleibende Pigmentflecken.

Welche Öle wofür geeignet sind, steht in Ätherische Öle für Entspannung, die Grundlagen in Ätherische Öle richtig anwenden. Produkte findest du auf Lolüm.

Häufige Fragen

Wie viele Tropfen sind ein Milliliter?

Etwa zwanzig, abhängig von Viskosität und Tropfeinsatz. Für die Verdünnung reicht diese Näherung.

Kann ich mehrere ätherische Öle mischen?

Ja, die Gesamtkonzentration bleibt dabei das Limit. Drei bis vier Öle in einer Mischung sind üblich, mehr wird selten harmonischer.

Wie lange hält eine selbst gemischte Ölmischung?

Drei bis sechs Monate, dunkel und kühl gelagert. Wenn sie kratzig oder säuerlich riecht, ist das Trägeröl ranzig geworden.

Passende Produkte dazu

Diese drei passen zum Thema dieses Beitrags. Wenn du unsicher bist, ob eines davon zu dir passt, frag mich vorher.

Möchtest du deine passende Pflege leichter finden? Starte die Hautanalyse oder stöbere durch alle Produkte.

Passende Ratgeber

Alle Ratgeber ansehen

Lieber einmal fragen

Du hast das gelesen und bist trotzdem unsicher? Schreib mir kurz, was dich stört. Ich sage dir ehrlich, was hilft und was du dir sparen kannst.

Beratung per WhatsApp

Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im August 2026

Fragen? Schreib mir ↑ Nach oben