Ratgeber
Hautpflege im Sommer: leichter, aber nicht weniger
Im Sommer verlangt die Haut weniger Fett und mehr Schutz. Wer einfach nur die Winterpflege weiterbenutzt, bekommt oft glänzende Haut und Unreinheiten, obwohl sich am Hauttyp nichts geändert hat.

Was Wärme mit der Haut macht
Ab etwa dreißig Grad Umgebungstemperatur steigt die Talgproduktion messbar. Gleichzeitig schwitzt die Haut, wodurch sich Salz und Feuchtigkeit auf der Oberfläche sammeln. Diese Mischung aus mehr Talg und mehr Feuchtigkeit erklärt, warum die gewohnte Creme sich plötzlich schwer anfühlt und warum Make-up schlechter hält.
Der zweite große Faktor ist die UV-Strahlung. Sie ist im Juli mehrfach stärker als im Januar, und die Zeit, die man ungeschützt draußen verbringt, steigt ebenfalls.

Die Anpassungen
- Leichtere Texturen. Von Creme auf Gel-Creme oder Fluid.
- Feuchtigkeit statt Fett. Ein Gel-Serum mit Hyaluronsäure ersetzt im Sommer oft die reichhaltige Creme.
- Sonnenschutz mehrmals täglich, nicht nur morgens.
- Abends gründlicher reinigen, weil Sonnencreme, Schweiß und Talg zusammenkommen.
- Nach dem Baden abduschen und neu eincremen, Chlor und Salz trocknen aus.
Aus Angst vor glänzender Haut wird die Feuchtigkeitspflege ganz weggelassen. Das Ergebnis ist dehydrierte Haut, die als Ausgleich noch mehr Talg produziert. Leichter auftragen ist richtig, weglassen ist es nicht.
Schwitzen, Reibung und Unreinheiten
An Rücken, Brust und Dekolleté entstehen im Sommer häufiger Unreinheiten. Ursache ist die Kombination aus Schweiß, Sonnencreme und Reibung durch Kleidung. Was hilft: nach dem Sport zeitnah duschen, atmungsaktive Stoffe tragen und bei Bedarf ein Duschgel mit Salicylsäure. Details in Unreinheiten an Rücken und Dekolleté.
Pigmentflecken
Sommer ist die Jahreszeit, in der Pigmentflecken entstehen und dunkler werden. Wer daran arbeitet, sollte wissen: Ohne konsequenten Sonnenschutz ist jede aufhellende Behandlung verlorene Mühe. Vitamin C am Morgen unterstützt, ersetzt den Schutz aber nicht.
Das gilt besonders für Melasma, die großflächigen bräunlichen Verfärbungen, die durch Hormone begünstigt werden. Sie reagieren sehr empfindlich auf Sonne.
Was gleich bleibt
Die Reihenfolge, die abendliche Reinigung und die Grundregel, nur eine Sache gleichzeitig zu ändern. Und Retinol darf auch im Sommer benutzt werden, solange der Sonnenschutz stimmt. Die verbreitete Idee, es über den Sommer abzusetzen, ist nicht nötig, kostet aber Fortschritt.
Wie der Übergang zwischen den Jahreszeiten aussieht, steht in Pflegeroutine beim Jahreszeitenwechsel. Der komplette Sonnenschutz-Leitfaden steht in Sonnenschutz von Kopf bis Fuß.
Häufige Fragen
Brauche ich im Sommer überhaupt eine Creme?
Ja, aber eine leichtere. Ohne Feuchtigkeitspflege trocknet die Oberfläche aus, während die Talgproduktion weiterläuft.
Wie oft muss ich Sonnenschutz nachlegen?
Alle zwei Stunden, nach dem Schwimmen und nach starkem Schwitzen sofort. Über Make-up funktionieren Sprays und Puder mit Lichtschutz.
Ist Sonnencreme mit LSF in der Tagescreme genug?
Für einen Bürotag mit kurzen Wegen ja, für längere Zeit draußen nicht. Man trägt Tagescreme nie in der Menge auf, mit der der Faktor gemessen wurde.
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Beratung per WhatsAppVon Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im August 2026