Ratgeber
Hautpflege im Winter: was gegen Heizungsluft und Kälte hilft
Im Winter kommt zusammen, was der Haut am meisten zusetzt: trockene Heizungsluft drinnen, Kälte und Wind draußen, dazu heiße Duschen. Das Ergebnis sind Spannungsgefühl, Schuppung und gerötete Wangen.

Was im Winter tatsächlich passiert
Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit tragen als warme. Wird sie im Haus aufgeheizt, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit oft unter dreißig Prozent, in Altbauten mit Heizkörpern noch tiefer. Diese trockene Luft nimmt Wasser auf, wo sie es findet, und die Haut ist eine bequeme Quelle.
Dazu kommt: Unter etwa acht Grad stellt die Haut ihre Talgproduktion messbar zurück. Der schützende Fettfilm wird dünner, ausgerechnet dann, wenn er am meisten gebraucht wird. Und der ständige Wechsel zwischen kalt draußen und warm drinnen belastet die feinen Gefäße, was bei manchen zu dauerhaften Rötungen führt.

Was du an der Routine änderst
- Reichhaltigere Textur bei der Gesichtscreme, einen Schritt hochgehen, nicht drei.
- Milder reinigen. Was im Sommer gut war, ist jetzt oft zu entfettend.
- Weniger peelen. Von zweimal auf einmal pro Woche.
- Ein Öl abends als Abschluss bei trockener Haut, ein bis zwei Tropfen.
- Lippen und Hände mehrmals täglich, die zeigen es zuerst.
- Sonnenschutz beibehalten. UV-A ist auch im Winter da, im Schnee sogar verstärkt.
Bei Frost gilt eine Ausnahme von der üblichen Regel: Trag draußen keine rein wässrige Feuchtigkeitspflege auf, sondern etwas mit Fettanteil. Wasser auf der Hautoberfläche kühlt bei Wind stärker aus. Eine fetthaltige Creme legt sich dagegen wie ein Schutzfilm davor.
Die Wohnung mitdenken
Die wirksamste Maßnahme steht nicht im Badezimmerschrank. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen vierzig und sechzig Prozent entlastet die Haut spürbar. Erreichen lässt sich das mit Wasserschalen an den Heizkörpern, Zimmerpflanzen, Wäsche im Raum trocknen oder einem Luftbefeuchter. Ein einfaches Hygrometer für wenige Euro zeigt, wo du stehst.
Zweiter Punkt: nicht überheizen. Jedes Grad weniger bedeutet etwas mehr relative Luftfeuchtigkeit. Und stoßlüften statt Fenster kippen, das tauscht die Luft, ohne die Wände auszukühlen.
Wenn die Wangen dauerhaft rot bleiben
Kälterötung, die nach dem Aufwärmen verschwindet, ist normal. Wenn die Röte bleibt, sich sichtbare Äderchen bilden oder Pusteln dazukommen, kann Rosazea dahinterstecken. Winterliche Temperaturwechsel gehören zu ihren häufigsten Auslösern. Mehr dazu in Rötungen und gereizte Haut beruhigen.
Der Frühjahrswechsel
Sobald die Heizung ausgeht, wird die Winterpflege schnell zu viel. Typische Zeichen sind glänzende Haut am Nachmittag und kleine Unreinheiten an Stirn und Kinn. Dann geht es zurück auf leichtere Texturen, siehe Pflegeroutine beim Jahreszeitenwechsel und Hautpflege im Sommer.
Passende Produkte für die kalte Jahreszeit findest du unter Gesichtspflege und Körperpflege.
Häufige Fragen
Warum juckt die Haut im Winter mehr?
Trockene Heizungsluft entzieht Feuchtigkeit, gleichzeitig produziert die Haut bei Kälte weniger Talg. Beides zusammen schwächt die Barriere, und eine geschwächte Barriere juckt.
Ist eine reichhaltige Creme auch bei fettiger Haut nötig?
Nicht zwingend reichhaltig, aber oft etwas mehr als im Sommer. Fettige Haut kann im Winter durchaus dehydriert sein, siehe den Ratgeber zum Feuchtigkeitsmangel.
Hilft es, im Winter weniger zu duschen?
Kürzer und kühler zu duschen hilft mehr als seltener. Wichtiger als die Häufigkeit sind Temperatur und Produkt.
Passende Produkte dazu
Diese drei passen zum Thema dieses Beitrags. Wenn du unsicher bist, ob eines davon zu dir passt, frag mich vorher.
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Beratung per WhatsAppVon Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im August 2026