Inhaltsstoff-Lexikon · Öle & Fette
Arganöl

Arganöl aus den Kernen des marokkanischen Arganbaums ist das Allround-Pflegeöl: ausgewogene Fettsäuren, viel Vitamin E, mittelschwere Textur. Es pflegt Gesicht, Körper, Hände und Haarspitzen gleichermaßen und ist damit das vielseitigste Öl im Regal.
Was ist Arganöl?
Arganöl wird aus den Kernen der Arganfrucht gepresst; der Baum wächst fast ausschließlich im Südwesten Marokkos, wo traditionell Frauenkooperativen die aufwendige Ernte und Pressung tragen. Kosmetisches Arganöl wird aus ungerösteten Kernen gewonnen und duftet mild nussig.
Wirkung auf Haut und Haar
Sein Fettsäureprofil ist bemerkenswert ausgewogen: rund die Hälfte Ölsäure für geschmeidige Pflege, gut ein Drittel Linolsäure für die Barriere, dazu überdurchschnittlich viel Vitamin E als Oxidationsschutz. Das macht Arganöl mittelschwer und universell: Es glättet trockene Haut, stärkt strapazierte Hände und Nägel und legt sich als leichter Schutzfilm um Haarspitzen, ohne zu beschweren.
Für wen geeignet
Für normale, trockene und reife Haut, für strapaziertes Haar und brüchige Nägel. Sehr fettige Gesichtshaut greift zu leichteren Ölen wie Jojoba oder Traubenkern; am Körper ist Argan für alle unproblematisch.
Anwendung und Kombination
Im Gesicht abends zwei bis drei Tropfen als Abschluss über der Creme oder in sie eingemischt. In den Haarlängen wenige Tropfen ins handtuchtrockene Haar. Als Shampoo, Creme oder Handpflege ist Argan bereits fertig eingearbeitet und alltagstauglich dosiert.
Häufige Fehler
Speiseöl aus gerösteten Kernen gehört in den Salat, nicht ins Gesicht; kosmetische Qualität ist kaltgepresst aus ungerösteten Kernen. Beim Haaröl gilt Zurückhaltung: Ein Tropfen zu viel, und feines Haar hängt strähnig. Und wer das Öl monatelang im warmen, hellen Bad stehen lässt, verliert seine Frische an die Oxidation; dunkel gelagert hält es deutlich länger.
Das flüssige Gold Marokkos
Hinter Arganöl steht eine bemerkenswerte Herkunftsgeschichte: Die Arganbestände im Südwesten Marokkos sind UNESCO-Biosphärenreservat, und die traditionelle Handpressung liegt in den Händen von Frauenkooperativen, die mit dem Öl ein eigenes Einkommen erwirtschaften. Gute Anbieter nennen diese Herkunft offen, ein weiches Qualitätssignal neben den harten Kriterien Kaltpressung und dunkle Flasche. Für die tägliche Praxis lohnt der Gedanke an die Kostbarkeit: Drei Tropfen für das Gesicht, fünf für die Haarlängen, eine haselnussgroße Menge für die Hände; wer Argan wie ein Serum dosiert statt wie eine Lotion, kommt mit einem Fläschchen durch die Saison und gibt dem Öl die Wertschätzung, die sein Weg vom Baum bis ins Bad verdient.
Häufige Fragen
Verstopft Arganöl die Poren?
Es gilt als wenig komedogen und ist für die meisten unproblematisch. Sehr unreine Haut testet zunächst an einer Stelle.
Ist Arganöl für feines Haar geeignet?
Ja, sparsam dosiert: ein bis zwei Tropfen nur in die Spitzen, nicht am Ansatz.
Woran erkenne ich gutes Arganöl?
Kaltgepresst, aus ungerösteten Kernen, mild nussiger Geruch, dunkle Flasche. Scharfer Röstgeruch deutet auf Speisequalität.
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Diese drei passen zum Thema. Wenn du unsicher bist, ob eines davon zu dir passt, frag mich vorher.
Zum Weiterlesen
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