AURÉA

Ratgeber

Arganöl für Haut und Haare

Arganöl ist ein vielseitiges Pflanzenöl aus Marokko und lässt sich für Gesicht, Körper und Haare gleichermaßen nutzen. Wenige Tropfen reichen dafür aus.

Eine dunkle Glasflasche mit goldenem Arganöl steht auf hellem Leinen, daneben liegen Arganfruchtkerne in warmem Licht
Ein Basisöl für Gesicht, Körper und Haar. Sparsamkeit ist hier die eigentliche Technik.
Die kurze Antwort

Arganöl wird aus den Kernen des Arganbaums gepresst und ist reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E. Im Gesicht nutzt du es abends als letzten Schritt, in den Haaren im handtuchtrockenen Zustand nur in Längen und Spitzen. Als Basisöl kann es pur angewendet werden.

Herkunft und Zusammensetzung

Arganöl wird aus den Kernen der Früchte des Arganbaums gewonnen, der fast ausschließlich im Südwesten Marokkos wächst. Die Gewinnung ist aufwendig, was den Preis erklärt. Kosmetisch verwendet wird meist kaltgepresstes, nicht geröstetes Öl; die geröstete Variante mit nussigem Duft ist für die Küche gedacht.

Arganöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren sowie Vitamin E. Es zieht vergleichsweise zügig ein und hinterlässt weniger Film als schwerere Öle, was es im Gesicht angenehm macht.

Goldenes Arganöl fließt aus einer kleinen Glasflasche in eine offene Handfläche über hellem Leinen in warmem Licht
Wenige Tropfen genügen. Mehr Öl bringt nicht mehr Pflege, nur mehr Film.

Im Gesicht

Arganöl gehört ans Ende der Abendroutine, nach dem Serum und der Creme. Öle ziehen nicht ein wie eine Creme, sondern legen sich als abschließende Schicht darüber und halten Feuchtigkeit. Zwei bis drei Tropfen genügen für das ganze Gesicht. Verreibe sie zwischen den Handflächen und drücke sie sanft auf, statt sie einzumassieren.

Morgens ist Öl möglich, aber bedenke: Unter Make-up kann es dafür sorgen, dass die Foundation schlechter haftet. Wer schminkt, nutzt Öl besser abends. Mehr zur Reihenfolge steht im Ratgeber Gesichtsöl richtig anwenden.

Im Haar

Für die Haare arbeitest du am besten mit handtuchtrockenem Haar. Verteile ein bis zwei Tropfen in den Handflächen und ziehe sie durch Längen und Spitzen, den Ansatz lässt du aus. Am Ansatz beschwert Öl und lässt das Haar schnell fettig wirken. Als intensive Kur kannst du mehr Öl vor dem Waschen einarbeiten, eine halbe Stunde einwirken lassen und danach gründlich auswaschen.

Die vollständige Reihenfolge steht im Ratgeber Haarpflege-Routine.

Am Körper und an den Nägeln

Nach dem Duschen auf noch leicht feuchte Haut aufgetragen, schließt Arganöl die Feuchtigkeit ein. An besonders trockenen Stellen wie Ellenbogen, Knien und Nagelhaut kannst du es punktuell einsetzen. Details zur Körperpflege stehen unter Körperpflege bei trockener Haut.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Pflanzenöle reagieren mit Sauerstoff, Licht und Wärme. Ein Öl, das ranzig geworden ist, riecht streng und kratzig statt mild nussig; dann gehört es nicht mehr auf die Haut. Bewahre Arganöl deshalb in seiner dunklen Flasche auf, verschließe sie gut und stelle sie nicht auf die Fensterbank. Nach dem Öffnen ist es üblicherweise einige Monate gut, kühl gelagert auch länger.

Wann es weniger passt

Auch ein gutes Öl ist nicht für jede Situation richtig. Auf akut entzündeter oder nässender Haut hat es nichts verloren. Wer stark zu Unreinheiten neigt, sollte klein anfangen und beobachten, wie die Haut reagiert. Und unter Make-up ist Öl selten hilfreich, weil die Grundierung darauf schlechter haftet. Für diese Fälle ist eine leichte Feuchtigkeitspflege die bessere Wahl.

Basisöl, nicht ätherisches Öl

Arganöl ist ein fettes Pflanzenöl, also ein Basisöl, und kann pur angewendet werden. Das unterscheidet es grundlegend von ätherischen Ölen, die immer verdünnt gehören. Bewahre Arganöl dunkel und nicht zu warm auf, dann bleibt es lange stabil.

Häufige Fragen

Verstopft Arganöl die Poren?

Arganöl gilt als eher leicht. Bei zu Unreinheiten neigender Haut sparsam einsetzen und beobachten, wie die Haut reagiert.

Kann ich Arganöl pur benutzen?

Ja. Arganöl ist ein Basisöl und muss nicht verdünnt werden, anders als ätherische Öle.

Wie viel Öl brauche ich für die Haare?

Ein bis zwei Tropfen für die Längen und Spitzen. Am Ansatz gar nicht, dort beschwert es.

Woran erkenne ich gutes Arganöl?

An der Angabe kaltgepresst und ungeröstet, an einer dunklen Flasche und an einem dezenten, nicht nussig-gerösteten Geruch.

Möchtest du deine passende Pflege leichter finden? Starte die Hautanalyse oder stöbere durch alle Produkte.

Passende Ratgeber

Alle Ratgeber ansehen

Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im Juli 2026

↑ Nach oben