Ratgeber
Gesichtsöl richtig anwenden
Ein Gesichtsöl kann eine Pflege wunderbar abrunden, wenn du weißt, wann und wie du es aufträgst. Der richtige Moment und ein paar Tropfen entscheiden über das Ergebnis.

Ein Gesichtsöl kommt ganz ans Ende deiner Pflege, nach dem Serum und der Creme, weil es die Feuchtigkeit versiegelt. Schon wenige Tropfen genügen. Wärme sie kurz zwischen den Handflächen und drücke sie sanft in die Haut, statt sie einzureiben. Morgens folgt danach nur noch der Sonnenschutz. Für trockene Haut ist das Öl ein Geschenk, fettige Haut nutzt es eher sparsam.
Wann das Öl in die Routine kommt
Der häufigste Fehler mit Gesichtsöl ist der falsche Zeitpunkt. Ein Öl spendet selbst kaum Feuchtigkeit, es versiegelt sie. Deshalb gehört es ganz ans Ende der Pflege, nach dem wässrigen Serum und nach der Creme. So schließt es ein, was die Schritte davor aufgebaut haben. Trägst du es zu früh auf, legt es eine Schicht, durch die Serum und Creme kaum noch durchkommen. Den ganzen Aufbau zeigt der Ratgeber Reihenfolge der Pflege.
Wie du es aufträgst
Beim Öl gilt: Weniger ist mehr, und sanft schlägt kräftig. So gelingt es:
- Wenige Tropfen nehmen. Zwei bis vier Tropfen genügen für das ganze Gesicht. Lieber nachlegen als überladen.
- In den Händen wärmen. Verteile das Öl kurz zwischen den Handflächen, so lässt es sich gleichmäßiger auftragen.
- Sanft eindrücken. Drücke das Öl mit leichten Bewegungen in die Haut, statt es einzureiben.
- Kurz einziehen lassen. Gib ihm einen Moment. Morgens folgt danach nur noch der Sonnenschutz.

Morgens oder abends?
Beides ist möglich, hat aber unterschiedliche Vorzüge. Abends ist ein Öl besonders schön, weil die Haut über Nacht Zeit hat, es aufzunehmen, und du danach nichts mehr aufträgst. Morgens geht es ebenfalls, dann kommt danach unbedingt noch der Sonnenschutz, und du achtest darauf, dass sich das Öl gut mit dem Make-up verträgt. Trockene Haut freut sich oft über beides, fettige oder unreine Haut nutzt Öl eher abends und sparsam.
Fang mit zwei Tropfen an und schau, wie deine Haut sich am nächsten Morgen anfühlt. Spannt sie noch, nimm einen Tropfen mehr. Glänzt sie stark, reduziere. So findest du in wenigen Tagen deine persönliche Menge, ohne zu raten.
Welches Öl zu deiner Haut passt, findest du in der Kollektion, und die Hautanalyse hilft dir bei der Auswahl. Falls du unsicher bist, ob ein Öl überhaupt zu dir passt, erklärt der Ratgeber Unterschied von Creme, Serum und Öl die Rollen im Detail.
Häufige Fragen
Kommt das Gesichtsöl vor oder nach der Creme?
Nach der Creme. Ein Öl versiegelt die Feuchtigkeit und gehört deshalb ans Ende der Pflege. Nur morgens folgt danach noch der Sonnenschutz.
Wie viele Tropfen Gesichtsöl brauche ich?
Meist reichen zwei bis vier Tropfen für das ganze Gesicht. Lieber sparsam anfangen und bei Bedarf nachlegen, als die Haut zu überladen.
Ist ein Gesichtsöl bei fettiger Haut sinnvoll?
Es kann, aber sparsam und eher abends. Fettige oder unreine Haut braucht Öl seltener, weil sie ohnehin mehr Talg produziert. Eine leichte Feuchtigkeitspflege ist dann oft wichtiger.
Soll ich das Öl einreiben?
Besser sanft eindrücken statt kräftig einreiben. In den Händen kurz erwärmt lässt es sich gleichmäßig verteilen und wird gut aufgenommen.
Kann ich Gesichtsöl unter Make-up verwenden?
Morgens ja, in kleiner Menge und gut eingezogen. Danach kommt der Sonnenschutz und erst dann das Make-up. Zu viel Öl kann das Make-up allerdings verrutschen lassen.
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Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im Juli 2026