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Ratgeber

Haarpflege-Routine Schritt für Schritt

Eine gute Haarroutine besteht aus wenigen Schritten, die zur Kopfhaut und zur Länge passen. Wichtiger als die Anzahl der Produkte ist, wo du sie aufträgst.

Shampoo, Haarkur und Haaröl stehen aufgereiht auf einer hellen Steinfläche in warmem, ruhigem Badezimmerlicht
Die Reihenfolge ist einfach. Entscheidend ist, wo im Haar die Produkte landen.
Die kurze Antwort

Shampoo gehört in die Kopfhaut, Spülung und Kur in Längen und Spitzen, Haaröl ins handtuchtrockene Haar und nur in die Spitzen. Waschen nach Bedarf, eine intensive Kur ein- bis zweimal pro Woche. Damit sind die meisten Haartypen gut versorgt.

Kopfhaut und Längen sind zwei verschiedene Baustellen

Das ist der zentrale Gedanke jeder funktionierenden Haarroutine. Die Kopfhaut produziert Talg und braucht Reinigung. Die Längen, besonders die Spitzen, sind der älteste Teil des Haares, bekommen kaum noch Talg ab und brauchen Pflege. Wer beides gleich behandelt, hat entweder fettige Ansätze oder trockene Spitzen, oft sogar beides gleichzeitig.

Eine Shampooflasche, ein Tiegel Haarkur und eine kleine Flasche Haaröl stehen nebeneinander auf hellem Stein in warmem Badezimmerlicht
Drei Produkte, drei Zonen: Shampoo für die Kopfhaut, Kur für die Längen, Öl für die Spitzen.

Die Reihenfolge

  1. Shampoo in die Kopfhaut. Nimm eine kleine Menge, verteile sie mit den Fingerkuppen auf der Kopfhaut und massiere sanft. Die Längen werden beim Ausspülen automatisch mitgereinigt, dafür brauchst du kein zusätzliches Shampoo.
  2. Spülung oder Kur in die Längen. Ab etwa Ohrhöhe abwärts auftragen, den Ansatz aussparen. Eine Spülung wirkt kurz und macht kämmbar, eine Kur bleibt einige Minuten und pflegt intensiver.
  3. Haaröl ins handtuchtrockene Haar. Ein bis zwei Tropfen in den Handflächen verreiben und nur durch die Spitzen ziehen. Details dazu stehen im Ratgeber Arganöl für Haut und Haare.

Wie oft waschen

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Fettende Kopfhaut braucht häufiger Reinigung, trockene Kopfhaut verträgt längere Abstände. Wichtiger als ein starres Intervall ist, dass du nicht zu heiß wäschst und die Kopfhaut nicht mit den Fingernägeln bearbeitest. Lauwarmes Wasser und Fingerkuppen genügen.

Eine intensive Kur ein- bis zweimal pro Woche reicht in der Regel aus. Häufiger angewendet kann sie das Haar beschweren, besonders bei feiner Struktur.

Häufige Probleme

  • Ansatz wird schnell platt. Meist landet Kur oder Öl zu weit oben. Konsequent erst ab Ohrhöhe auftragen.
  • Spitzen bleiben trocken. Öl ins handtuchtrockene, nicht ins völlig trockene Haar geben; feuchtes Haar nimmt es besser auf.
  • Kopfhaut spannt oder juckt. Wassertemperatur senken, milder waschen und darauf achten, dass das Shampoo vollständig ausgespült wird.

Trocknen und Hitze

Nasses Haar ist empfindlicher als trockenes. Rubbeln mit dem Handtuch raut die Oberfläche auf; sanftes Ausdrücken ist schonender. Wenn du föhnst, halte etwas Abstand und arbeite nicht auf höchster Stufe. Bei regelmäßiger Nutzung von Glätteisen oder Lockenstab lohnt sich ein Hitzeschutz vor der Anwendung.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich Haare waschen?

So oft, wie es sich für dich gut anfühlt. Fettende Kopfhaut braucht häufiger, trockene seltener. Ein festes Intervall gibt es nicht.

Warum wird mein Haar von der Kur am Ansatz platt?

Weil Kur am Ansatz beschwert. Trage sie nur ab Ohrhöhe abwärts auf.

Brauche ich Spülung und Kur?

Nein. Eine Spülung macht kämmbar, eine Kur pflegt intensiver. Für die meisten reicht eine Spülung nach jeder Wäsche und eine Kur ein- bis zweimal pro Woche.

Auf nasses oder trockenes Haar ölen?

Auf handtuchtrockenes Haar. Dann verteilt sich das Öl besser und beschwert weniger.

Möchtest du deine passende Pflege leichter finden? Starte die Hautanalyse oder stöbere durch alle Produkte.

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Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im Juli 2026

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