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Ratgeber

Sonnenschutz im Gesicht: warum täglich sinnvoll ist

UV-Strahlung ist das ganze Jahr über da, auch bei Wolken und hinter Fensterglas. Deshalb gehört Sonnenschutz in die Morgenroutine und nicht nur in den Urlaubskoffer.

Eine schlichte weiße Tube Sonnenschutz steht auf hellem Leinen, warmes Morgenlicht wirft weiche Fensterstreifen an die Wand dahinter
Der wirksamste Anti-Age-Schritt ist zugleich der einfachste: täglicher Sonnenschutz.
Die kurze Antwort

UV-A-Strahlung ist ganzjährig vorhanden, dringt durch Wolken und Fensterglas und gilt als wesentlicher Faktor für vorzeitige Hautalterung. Trage Sonnenschutz als letzten Pflegeschritt am Morgen auf, vor dem Make-up, und nimm dafür genug Produkt.

Warum das ganze Jahr

Sonnenstrahlung besteht aus verschiedenen Anteilen. UV-B-Strahlung ist im Sommer am stärksten und verursacht den klassischen Sonnenbrand. UV-A-Strahlung dagegen ist über das gesamte Jahr hinweg relativ konstant vorhanden, sie durchdringt Wolken und auch Fensterglas. Sie gilt als wesentlicher Faktor für vorzeitige Hautalterung: für Pigmentflecken, nachlassende Elastizität und feine Linien.

Das ist der Grund, warum Sonnenschutz in vielen Pflegeroutinen als der wirksamste Anti-Age-Schritt gilt, noch vor jedem Serum. Er verhindert Schäden, statt sie später zu kaschieren.

Eine schlichte Tube Sonnenschutz liegt auf hellem Leinen, daneben fällt Sonnenlicht in weichen Streifen durch ein Fenster
UV-A-Strahlung kommt auch durch Fensterglas. Deshalb lohnt Sonnenschutz auch an Bürotagen.

Wo er in die Routine gehört

Sonnenschutz ist der letzte Pflegeschritt am Morgen: nach Reinigung, Serum und Feuchtigkeitscreme, aber vor dem Make-up. Gib der Creme darunter kurz Zeit einzuziehen, dann verteilt sich der Sonnenschutz gleichmäßiger und rollt weniger. Die vollständige Reihenfolge steht im Ratgeber Reihenfolge der Hautpflege.

Die Menge macht den Unterschied

Der angegebene Lichtschutzfaktor wird im Labor mit einer bestimmten Menge ermittelt, die in der Praxis kaum jemand aufträgt. Für das Gesicht rechnet man üblicherweise mit etwa einem halben Teelöffel oder, als Faustregel, zwei Fingerlängen Produkt auf Zeige- und Mittelfinger. Wer deutlich weniger nimmt, erreicht auch deutlich weniger Schutz als auf der Packung steht. Den Hals und die Ohren nicht vergessen.

Reicht die Tagescreme mit Lichtschutz?

Meist nur eingeschränkt. Tagescremes mit Lichtschutzfaktor werden selten in ausreichender Menge aufgetragen, weil sie sich dann fettig anfühlen. Ein eigenes Sonnenschutzprodukt ist zuverlässiger, weil es genau dafür formuliert ist. Wenn du nur eine Kombination nutzen möchtest, trage sie besonders großzügig auf.

Mineralisch oder chemisch

Sonnenschutzmittel arbeiten auf zwei Wegen. Mineralische Filter, meist Zinkoxid oder Titandioxid, liegen auf der Haut und reflektieren einen Teil der Strahlung. Sie gelten als gut verträglich, können aber je nach Formulierung einen hellen Schimmer hinterlassen. Chemische Filter nehmen die Strahlung auf und wandeln sie um; sie ziehen meist unsichtbar ein und lassen sich angenehmer auftragen.

Beide Wege schützen, wenn ausreichend aufgetragen wird. Empfindliche Haut kommt oft mit mineralischen Produkten besser zurecht, unter Make-up sind chemische Filter meist unkomplizierter. Entscheidend ist am Ende, welches Produkt sich für dich gut genug anfühlt, dass du es wirklich jeden Morgen benutzt.

Nachlegen und Make-up

Draußen, beim Sport oder nach dem Schwimmen sollte nachgelegt werden, üblicherweise alle zwei Stunden. Im Innenraum an einem normalen Bürotag ist das seltener nötig. Über Make-up lässt sich Sonnenschutz schwer erneuern; hier helfen Sonnenschutzprodukte in Puder- oder Sprayform, die sich auftupfen lassen, ohne das Make-up zu zerstören.

Bei Hauterkrankungen, Medikamenten, die lichtempfindlich machen, oder auffälligen Pigmentveränderungen ist dermatologischer Rat der richtige Weg.

Häufige Fragen

Reicht der Lichtschutz in meiner Tagescreme?

Meist nur, wenn du sie sehr großzügig aufträgst. Ein eigenes Sonnenschutzprodukt ist zuverlässiger.

Brauche ich Sonnenschutz im Büro?

Bei Arbeitsplätzen nahe am Fenster ist er sinnvoll, weil UV-A-Strahlung durch Glas gelangt.

Wie viel Sonnenschutz brauche ich fürs Gesicht?

Etwa einen halben Teelöffel, als Faustregel zwei Fingerlängen auf Zeige- und Mittelfinger. Hals und Ohren nicht vergessen.

Auch im Winter und bei Bewölkung?

Ja. UV-A-Strahlung ist ganzjährig vorhanden und dringt durch Wolken.

Vor oder nach der Feuchtigkeitscreme?

Danach. Sonnenschutz ist der letzte Pflegeschritt am Morgen, direkt vor dem Make-up.

Möchtest du deine passende Pflege leichter finden? Starte die Hautanalyse oder stöbere durch alle Produkte.

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Von Matthias Schramm · Persönliche Pflegeberatung aus Dessau-Roßlau · Zuletzt aktualisiert im Juli 2026

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